Mikaela Bley „Glückskind“ [Buchrezension]

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Glücksmädchen ist ein Psychothriller von der schwedischen Autorin Mikaela Bley. Das Buch erscheint in Deutschland am 10. Februar über den Buchverlag Ullstein.

Es spielt in heutiger Zeit in Stockholm und der näheren Umgebung. Der Kriminalreporterin Ellen Tamm wird ein neuen Fall zugeteilt. Das achtjährige Mädchen Lycke ist spurlos verschwunden. Ellen soll alles über das Mädchen und dem Verschwinden für den TV-Sender, für den sie arbeitet, in Erfahrung bringen. Während ihren Recherchen bringt sie sich selbst in Gefahr und ihre Vergangenheit ist präsenter denn je.

Das Buch handelt von der Engstirnigkeit, die viele heutzutage an den Tag legen und dass jeder auf sich selbst bedacht ist, statt auf das, was einem am nächsten stehen sollte.

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Inhaltsangabe (könnte Spoiler enthalten)

Die Kriminalreporterin Ellen Tamm wird beauftragt für die Nachrichtensendung TV4 über das verschwundene Mädchen Lycke zu recherchieren und zu berichten. Das achtjährige Mädchen erinnert sie an ihre Zwillingsschwester, welche im selben Alter der Verschwundenen tödlich verunglückt ist. Ellen ist seit dem Verlust ihrer Schwester wie besessen vom Tod.

Der Fall Lycke bringt Ellen an ihre Grenzen. Tag und Nacht wälzt sie Akten, unterhält sich mit Angehörigen und ist stets mit ihrem Informanten in Kontakt. Das Auffinden des Mädchens steht für Ellen an erster Stelle, wenn auch sie mit Gewalt- und Mordandrohungen zu kämpfen hat und täglich noch intensiver als sonst an den Tod ihrer Zwillingsschwester erinnert wird. Selbst nachdem man ihr den Fall entzogen hat, lässt sie sich nicht davon abbringen die Person ausfindig zu machen, die für das Verschwinden Lyckes Schuld ist.

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Das Buch ist sprachlich gut und verständlich geschrieben. Einzig allein die schwedischen Städte / Orte sind zunächst schwer zu lesen. Nach einiger Zeit und der guten Beschreibung wird die Umgebung des Geschehens immer nachvollziehbarer.

Das Buch scheint einem autobiographisch, auch wenn alle Geschehnisse und Personen fiktiv sind. Die Handlungen und die Darstellung der Figuren sind sehr ausführlich und erlauben einem einen Einblick in das Leben dieser. Die damit einhergehende Spannung, wer wirklich für das Verschwinden des kleinen Mädchens verantwortlich ist, bleibt stets oben. Bis zum Schluss hat man Grund zur Annahme den richtigen Verdächtigen gefunden zu haben. Die Wendung der Geschichte erfolgt erst im letzten Drittel des Psychothrillers.

Über den Tod der Zwillingsschwester von Ellen erfährt man erst nach und nach etwas. Diese begleitende Geschichte bleibt zwar immer etwas im Hintergrund, trotzdem merkt man wie dieses einschneidende Erlebnis Einfluss auf die Kriminalreporterin hat.

Einzig allein was ich nicht nachvollziehen kann, ist der deutsche Titel „Glücksmädchen“. Im schwedischen Original heißt das Buch „Lycke“, was meiner Meinung nach viel besser zum Buch passt.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Diamanten, da der Psychothriller es schafft, die Spannung nahezu dauerhaft oben zu halten und das Thema an Aktualität nicht verlieren wird.

rating4

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